SBB Liestal – Vierspurausbau ZEB / STEP

Die Go Bau AG übernimmt die Leistungen der Bauleitungen für das Teilprojekt Kunstbauten im Mandat für die Bänziger Partner AG als Mitglied des Gesamtplanerteams LBW+.

Jonas Germann übernimmt die Rolle als örtlicher Bauleiter für das Teilprojekt Kunstbauten innerhalb des Teams der LBW+ und ist direkter Ansprechpartner für die Vertreter der Bauherrschaft, sowie für die ausführende Bauunternehmung. Er übernimmt die Verantwortung für die Überwachung der Baukosten, Termineinhaltung und Qualitätssicherung auf der Baustelle innerhalb des Teilprojekts Kunstbauten.

Beschrieb Projekt:

Die SBB baut zwischen 2019 und 2025 den Bahnknoten Liestal aus. Mit den beiden Projekten «Vierspurausbau Liestal» und «Wendegleis Liestal» wird das Ziel einer leistungsstarken öV-Drehscheibe und eines attraktiven Bahnhofs für den Hauptort des Kantons Basel-Landschaft realisiert.

In der heutigen Situation vereinen sich in der nördlichen Einfahrt des Bahnhofs Liestal zwei Doppelspurstrecken auf eine: Die Stammlinie Basel- Frenkendorf-Olten und die Neubaustrecke via Adlertunnel. Dadurch überschneiden sich die Fahrwege der Züge, es kommt zu sogenannten Kreuzungskonflikten. Hat beispielsweise ein Schnellzug aus Basel Verspätung, müssen die bis dahin pünktliche Züge von Olten in Richtung Frenkendorf abwarten, bis der verspätete Zug das Gleisfeld durchfahren hat. Das schränkt die Kapazität ein und sorgt bei Unregelmässigkeiten im dicht verwobenen Fahrplan für zusätzliche Verspätungsminuten.

Durch den Vierspurausbau werden die Perron- und Gleisanlagen im Bereich des Bahnhofs und dessen Zufahrten ausgebaut und somit die Zugkreuzungskonflikte entschärft. Dies sorgt für einen pünktlicheren und störungsfreieren Bahnverkehr auf der Linie Basel – Olten. Grob zusammengefasst werden folgende bauliche Massnahmen umgesetzt:

  • Erweiterung der Gleisanlage.
    Ausbau des Bahnhofs inklusive nördliche und südliche Einfahrt auf durchgehend vier Spuren.
  • Bauliche Anpassungen.
    Umfangreiche Anpassungen wegen Verbreiterung des Gleisfelds an Böschungen und Strassen sowie Über- und Unterführungen.
  • Neubau der Perronanlagen.
    Neue Perrons für SBB und Waldenburgerbahn (WB) im Bahnhof Liestal sowie Bau eines zusätzlichen 420 Meter langen Mittelperrons.
  • Neubau Bahnhofunterführungen.
    Ersatz der bestehenden beiden Unterführungen durch zwei grosszügigere und behindertengerechte Unterführungen mit direkten Quartierzugängen.

 

Das Mandat der Go Bau AG umfasst folgende Kunstbauten:

  • Neubau P+Rail Parkhaus inkl. Fangendamm Tiergartenstrasse
    Die Tragstruktur der 2-geschossigen Parkierungsanlage wird als Skelettbau (Stahl-Beton-Verbund) mit Stützen und einem aussteifenden Kern aus Stahlbetonwänden ausgeführt. Die Decke ist als Leichtbaudecke (Slim-Floor) konzipiert. Umschlossen wird diese Struktur zum Teil von den Stützmauern P+R und Tiergartenstrasse, deren Fundamente monolithisch mit der P+R Bodenplatte verbunden sind.
  • Ersatzneubau Passerelle Schwieri
    Ersatz der bestehenden Fussgängerpasserelle über den Einschnitt Burggraben durch einen stählernen Einfeldträger mit Trogquerschnitt.
    Der Ersatzneubau erfolgt an einem leicht nach Osten verschobenen Standort. Nutzung durch nicht motorisierten Verkehr (Fussgänger und Radverkehr). Die bestehende Passarellenverbindung muss während des Ersatzneubaus weiterhin nutzbar sein.
  • Neubau Strassenüberführung Seltisbergerstrasse
    Bestehend handelt es sich um eine Dreifeld-Brücke über den Einschnitt Burggraben, deren Überbau aus einer schlanken Stahlbetonplatte mit einbetonierten Stahlprofilen besteht.
    An gleicher Stelle wird eine neue Brücke in zwei Etappen erstellt (zur Aufrechterhaltung des Verkehrs). Bei der neuen Brücke handelt es sich um ein integrales Brücken- bzw. Rahmentragwerk aus Stahlbeton (Brückenplatte längs vorgespannt). Die Widerlager bestehen aus massiven Endquerträger, welche auf tangentialen Bohrpfahlwänden fundiert sind.
  • Neubau Stützmauer Sichtern
    Zur Realisierung der Verlängerung der Strassenunterführung Oristal, sowie der einhergehenden Verschiebung der Sichtern- bzw. Oristalstrasse, muss mehr Raum geschaffen werden. Dieser zusätzlich erforderliche Raum wird durch die neue Stützmauern Sichtern geschaffen.