Südumfahrung Küssnacht am Rigi, Abschnitt Ebnet – Räbmatt

Marc Reinhard übt die Funktion des Chefbauleiters innerhalb der INGE Küssnacht für die Realisierung der Südumfahrung Küssnacht am Rigi, Abschnitt 1 aus. Marc Reinhard ist direkter Ansprechpartner für den Vertreter der Bauherrschaft (Oberbauleitung) des Tiefbauamts Kanton Schwyz und unter ihm läuft die Gesamtkoordination aller Baulose. Er übernimmt die Verantwortung für die Überwachung der Baukosten, Termineinhaltung und Qualitätssicherung auf der Baustelle und leitet die regelmässigen Bausitzungen in allen Losen.

Beschrieb Projekt:

Das ortsbildgeschützte Zentrum von Küssnacht wird bereits heute, wie auch weiter zunehmend von Verkehr belastet. Um die Wohngebiete und insbesondere das Zentrum von den Verkehrsimmissionen zu entlasten und deren Erreichbarkeit zu sichern, soll die Südumfahrung von Küssnacht realisiert werden.

Die Südumfahrung Küssnacht Abschnitt Ebnet-Räbmatt wird im Bereich Ebnet über den bestehenden Knoten an die Zugerstrasse (Hauptstrasse Nr. 2) angebunden. Der bestehende T-Knoten an der Artherstrasse wird aufgehoben, da die Artherstrasse mit einer Überführung über die Südumfahrung geführt wird. Von diesem Tiefpunkt aus, verläuft das neue Trassee bis zum Nordportal des Tunnels Burg im Einschnitt. Der Hochpunkt dieses Streckenabschnittes liegt im Bereich des Kreisels Nord.

Ab dem Kreisel Nord verläuft das Trassee rund 120 m im Einschnitt bis zum Nordportal des Tunnels. Die Zentrale Tunnel Burg liegt wenige Meter vor dem Portal in der seeseitigen Böschung des Einschnitts. Der Tunnel Burg misst rund 500 m und führt die Umfahrungsstrasse zum Anschluss Räbmatt. Zirka 220 m ab dem Tunnelportal führt ein 65 m langer Fluchtstollen zum Treppenschacht und bietet damit eine Fluchtmöglichkeit an die Oberfläche.

Der bergmännische Tunnel Burg weist eine Gesamtlänge von 347 m auf und wird grösstenteils ab dem Voreinschnitt Nord vorgetrieben. Ab dem Bereich Räbmatt ist ein kurzer Gegenvortrieb vorgesehen. Der Vortrieb verläuft sowohl fallend wie steigend. Der Tunnel verläuft in steifen Tonen (Seeablagerungen) und verkitteten Schottern (Schotterkomplex). Der Tunnel unterquert zahlreiche Bauwerke und bewohntes Gebiet bei geringer Überlagerung. Der Vortrieb erfolgt als Vollausbruch im Schutz eines Rohrschirms. Als Bauhilfsmassnahmen sind weiter lange Brustanker und Drainagen vorgesehen, welche systematisch angeordnet werden. Der Ringschluss der Ausbruchsicherung erfolgt in geringem Abstand zur Ortsbrust.

Das Südportal beim Anschluss Räbmatt sowie der bergseitige Geländeabsatz werden mit der bergseitig verankerten Stützmauer Räbmatt gesichert. Die Südumfahrung wird durch den neuen Kreisel mit der Grepperstrasse und dem Bergweg an das bestehende Strassennetz angeschlossen. Beim Anschluss Räbmatt wird zudem die SABA Räbmatt, die Personenunterführung Räbmatt und eine neue Zufahrt zum Musiklokal erstellt.

Die Bauzeit für den Abschnitt Ebnet – Räbmatt beträgt ca. 5 Jahre inkl. BSA, Baustart war im Juni 2015, Inbetriebnahme ist auf den Frühling 2020 geplant.